6AE6 Die Hörgerätearten | Hörberatung.at

Die verschiedenen Arten von Hörgeräten

Hörgeräte werden massgeschneidert für die jeweiligen Bedürfnisse und das Hörprofil der Träger. Vor allem, was Aussehen und Tragekomfort betrifft,hat die Hörtechnologie einen Quantensprung vollbracht.

Grundsätzlich sind die meisten Hörgeräte sehr ähnlich aufgebaut: Sie besitzen ein oder zwei Mikrofone, einen Verstärker und einen Lautsprecher (im Fachjargon »Hörer«). Die Mikrofone nehmen die Umgebungsgeräusche auf, der Schall wird in Form elektrischer Impulse verarbeitet und verstärkt ans Ohr weitergeleitet.
Neben den Implantate unterscheidet man typischerweise drei Hörgerätearten.

Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO)

HdO-Hörgeräte sind für jeden Grad von Hörminderung geeignet. Sie werden bequem und diskret hinter dem Ohr getragen und es gibt sie in verschiedenen Grössen. Die verstärkten Töne werden über ein dünnes, nahezu unsichtbares Schläuchen direkt in den Ohrkanal geleitet, wo er in ein nach Mass gefertigtes Ohrpassstück (Otoplastik) mündet.Da HdO-Geräte im Vergleich zu anderen Bauarten mehr Platz für die Elektronik zur Verfügung haben, eignen sie sich für vielfältige technische Optionen sowie für hohe Verstärkerleistungen.

Hinter-dem-Ohr Hörgerät
Ex-Hörer-Geräte/Receiver in Canal (RIC)

Diese Geräte sind kleiner als normale HdO-Modelle und für leichte bis schwere Hörminderungen erhältlich. Sie können bequem und nahezu unsichtbar hinter dem Ohr getragen werden und unterscheiden sich von den HdO-Geräten durch einen aus dem Gehäuse ausgelagerten Lautsprecher bzw. »Hörer«. Dieser befindet sich am Ende einer dünnen Kabelleitung, die in den Gehörgang nahe dem Trommelfell führt. Der dort erzeugte Schall legt im Vergleich mit normalen HdO-Geräten einen kürzeren Weg mit geringeren Übertragungsverlusten zurück, wofür erheblich weniger Schallenergie benötigt wird (längere Batterielaufzeit).

Ex-Hörer Hörgerät
In-dem-Ohr-Geräte (IdO)

IdO-Hörgeräte, auch Im-Ohr-Hörgeräte genannt (IO), werden komplett in der Ohrmuschel oder im Gehörgang getragen. Die Elektronik ist dabei in eine individuell angefertigte Hohlschale eingearbeitet. Auf diese Weise können IdO-Geräte die anatomischen Vorteile des Aussenohres nutzen. Eine Ido-Versorgung ist für leichte bis schwere Hörverluste möglich.

Im-Ohr-Hörsysteme werden in drei Unterkategorien gegliedert, je nachdem ob sie in der Ohrmuschel getragen werden, im Gehörgang oder vollständig im Gehörgang versenkt und somit vollkommen unsichtbar. Trotz aller Miniaturisierung benötigen die beiden letzten Varianten einen ausreichend grossen Gehörgang und sind deshalb nicht für alle Personen geeignet. Da moderne Hinter-dem-Ohr-Geräte auch sehr diskret und ansprechend sind, bietet ein Im-Ohr-Gerät (vor allem eines in der Ohrmuschel) kaum noch kosmetische Vorteile.

In-dem-Ohr Hörgerät
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